Allgemein

Die Basis vor Ort befindet sich in Ganjam einem Dorf nahe der Kleinstadt Srirangapatna im südindischen Bundesstaat Karnataka. Sie liegt auf einer 5 km langen Insel im Fluss Kaveri, etwa 16 km nordöstlich von Mysore im Distrikt Mandya.


Zu Ganjam ist folgendes zu sagen:

Es scheint dass der damalige Muslimische Herrscher über das Gebiet, Tippu Sultan, 50-80’000 Christen in Mangalore gefangen nahm und sie nach Srirangapatna brachte wo er sie weiter gefangen hielt. 1799 nach heftigen Kämpfen und dem Tod von Tippu Sultan übernahmen die Engländer die Macht in Srirangapatna. Sie forderten einen katholischen Missionar, den Franzosen Abbé Dubois, auf die Gefangenen wieder einzugliedern. Eine katholische Gemeinschaft von rund 10’000 wurde in Ganjam und Srirangapatna etabliert, und die restlichen Leute kehrten nach Mangalore zurück. 1801 entstand die erste Schule in Ganjam. (siehe hierzu auch „die Nähschule vom 1×1 für Indien.)

1820 – 22 herrschte eine schlimme Hungersnot, die Pest brach aus, und der grösste Teil der Bevölkerung, Hindus, Moslems und Christen starben. 1823 kehrte Abbé Dubois nach Frankreich zurück und die Pfarrei vereinsamte.

1975 wurde die Kirche wieder aufgebaut. 1989 kamen die Karmeliten Schwestern nach Ganjam.

Eine Schule und ein kleines Kloster wurden gebaut, und auch ein Priester wurde 1995 wieder in Ganjam eingesetzt.

In diesem Kloster der Karmeliten konnten wir uns einrichten indem wir die Erlaubnis erhielten auf dem Kindergartengebäude ein Stockwerk aufzusetzen um dort unsere benötigten Räume unterzubringen.


Anwesenheit vor Ort: Bis anhin kamen wir jedes Jahr zweimal nach Ganjam. Nämlich im Mai/Juni und November/Dezember für jeweils 3-4 Wochen. Die Anwesenheit im Mai/Juni war sehr wichtig, fiel doch hier die meiste Arbeit an, denn im Unionsstaat Karnataka beginnt das neue Schuljahr immer am 1. Juni. Zu diesem Zeitpunkt musste sicher gestellt werden, dass alle Patenkinder mit den nötigen Schuluniformen, Büchern, Schreibheften und Gerätschaften ausgerüstet waren.

Auch wurde anlässlich unserer Anwesenheit über die Aufnahme von neuen Patenkindern entschieden.

Da wir bereits seit 1996 in den Dörfern helfen, sind wir bei der Bevölkerung bestens bekannt und zur Anlaufstelle für alle erdenklichen Wünsche und Anliegen geworden. Wie schon mitgeteilt haben wir im Juni 2004 beschlossen keine Patenkinder mehr aufzunehmen und zu vergeben sondern wir unterstützen alle bedürftigen Kindern, die uns um Hilfe bitten, in ihrer Ausbildung. Dies trägt auch dazu bei keine Missgunst unter den Leuten aufkommen zu lassen. Die bestehenden Patenschaften werden im gleichen Sinne weitergeführt bis das Patenkind die Ausbildung abgeschlossen hat.

Dies bedingt aber nach wie vor, dass man sich mit den betreffenden Familien beschäftigen, sie besuchen und herausfinden muss wie die Verhältnisse sind um zu verhindern, dass Familien unterstützt werden die nicht bedürftig sind. Denn die Anfragen um Unterstützung sind sehr zahlreich wenn auch nicht immer berechtigt.

Da wir von der für uns tätigen Schwester und der Leiterin der Nähschule sehr gut vertreten werden und diese sehr gute Arbeit leisten ist unsere Anwesenheit auch nicht mehr unbedingt zweimal pro Jahr notwendig. Doch mindestens einmal, jedoch nicht mehr zu genau festgelegten Terminen sind wir vor Ort um zu organisieren, informieren, instruieren und unbedingt auch die Abrechnung und Buchhaltung mit der Schwester und der Leiterin der Nähschule zu kontrollieren.

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Eine kleine schweizerische Hilfsorganisation in Indien

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