Archiv der Kategorie: Allgemeine Info

Rotkäppchen!

Oh nein, diese Nachricht haben wir gefürchtet und nun wurden wir in Kenntnis gesetzt, dass unsere treue und immer gut gelaunte Sr. Sunitha uns leider verlassen wird.

Traurig… aber nach 9 Jahren, resp. 2 Amtszeiten am Stück ist Sie bereits seit 3 Jahren überfällig.

Alle unsere Bemühungen bei der Oberin, die Amtszeit von Sr.Sunitha zu verlängern, haben leider nichts gebracht.

Nun wird Sie endgültig und ganz offiziell in ein anderes Kloster im Bundesstaat Karnataka versetzt. Wohin weiss Sie selber noch nicht. Wir wünschen ihr auf jeden Fall alles Gute und danken ihr herzlich für die Treue, gute Arbeit und Aufopferung für 1×1 für Indien.


Morgens um kurz nach Vier!

Nach einer 31 stündigen Reise von Tür zu Tür, sind wir Morgens um 04:15 im St. Michaels Konvent angekommen.

Alles schlief so friedlich ruhig und war noch in Träumen versunken…

Nach Mitternacht ist es ideal zum Fahren mit dem Auto, vom Flughafen Bangalore nach Ganjam hatte der Fahrer nur 2 1/2 Stunden. Er fuhr auch ziemlich rassig und wir kamen ungewohnt früh an, alle Telefonanrufe, sowie Autohupen nützten nichts um die Nonnen zu wecken, ausser die Hunde.

Um ca. 05:30 wurden dann langsam die Bewohnerinnen des Konventes wach und wir wurden ganz herzlich von Sr. Sunitha empfangen.

Neu aufgenommene Kinder 2015

Dieses Jahr haben wir 25 Kinder neu aufgenommen, das sind Kavya S., Jenipher, Sagar M., Spandana, Vinayak A., Amrutha, Varshini, Dilip, Varuna, Kushali, Dinakar Nayak G. N., Soundarya, Sudeep, Chidamber, Rashmi, Monisha H. V., Shivaswami, Lakshmikanth, Anusha, Suchitra S., Samrutha, Fathimatha Zohra, Fathimath Shahana, Kumaran, Shakuntala und Chinchana.

Viele bunte Dankes- und Glückwunschkarten!

Die Weihnachtsfeier mit den Kindern liegt schon einige Tage zurück und immer noch kommen täglich welche vorbei, um sich für die Feier und das schöne, sowie nützliche Geschenk zu bedanken. Diejenigen die es sich leisten können, bringen eine Dankes- und Glückwunschkarten vorbei. Diese rührende Geste möchte ich unbedingt mit euch allen Teilen und mich im Namen aller Begünstigten ganz herzlich bedanken!

Danke für die erfolgreiche Zusammenarbeit!

Bei einem Fest bei Freunden hatten wir Natalie kennengelernt und beim Small-Talk von unserem Kinderprojekt „1×1 für Indien“ erzählt. Sie war ganz begeistert von unserem karitativen Einsatz und hat uns ganz spontan ihre kreative Hilfe angeboten.

Als ich dann die Idee hatte Weihnachtskarten zu gestalten und sie um ihre Hilfe anfragte, erklärte sie sich sofort bereit mich bei meinem Unternehmen schöpferisch zu unterstützen und so starteten wir im Oktober mit der Kreation der Karten.

Selbstverständlich mussten die Karten auch hergestellt werden und ich wandte mich wiederum an Herr Jan Baur, der uns schon letztes Jahr die neuen Flyer gedruckt hatte.


Hiermit möchte ich mich ganz herzlich bei der künstlerischen und ideenreichen Fee, Natalie Kistler von www.nucreation.ch und Herrn Jan Baur von www.blitzdruck.ch für die erfolgreiche Zusammenarbeit und ihren unentgeltlichen Einsatz bedanken.

Besinnliche Weihnachten und frohe Festtage!


Liebe Freunde, PatenInnen, SpenderInnen und GönnerInnen

Das laufende Jahr neigt sich dem Ende zu, die Festtage rücken näher und es ist mir eine Herzensangelegenheit, gerade in dieser besinnlichen Zeit an all diejenigen zu erinnern, die im Leben benachteiligt sind.

Wie Sie wissen, engagiert sich unser Verein „1×1 für Indien“ hauptsächlich in der schulischen und beruflichen Ausbildung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Auch helfen wir behinderten Kindern und deren Familien, indem wir die Kosten für medizinische Unterstützung, Spital-Aufenthalt, Medikamente und Hilfsmittel übernehmen. In der eigenen Nähschule werden Mädchen und Frauen im Schneidern, Nähen, Stricken und Sticken unterrichtet.

Mit unserem Engagement möchten wir die Lebensumstände vieler junger Menschen und deren Familien verbessern.

All dies wäre ohne Ihr freundliches Wohlwollen, Ihr Mitfühlen und Ihre vergangene und zukünftige finanzielle Unterstützung nicht möglich. Wir möchten uns deshalb im Namen aller Begünstigten ganz herzlich bei Ihnen bedanken.

Wir wünschen Ihnen einen besinnlichen Advent, frohe Festtage und für das neue Jahr viel Glück, Liebe, Gesundheit und Freude.

Herzlichst grüsst Sie

Pina Scalegno Krienbühl und das Team von „1×1 für Indien“

Ein rührendes Dankeschön…

erreichte uns via E-Mail und wir konnten uns es nicht vorenthalten, es nach Absprache mit dem Sender zu veröffentlichen.

From: hemanth kumar [mailto:hthkumar.p@gmail.com]
Sent: Samstag, 16. Juni 2012 17:36

Dirk and Pina

was little busy in searching job … I saw article „Little Things Mean a Lot“ it was nice to read about me: ) thank you for your love .. 10 years back i was just flower seller today m known to world through articles by the help of peoples like you … when go to back 10 year its real hurt me there was no food to eat no love no help from relatives all painful days but only dream i has is to become an engineer .. i sold flowers i was distributing news paper to homes …even i cleaned toilet to achieve my dream : ( … today m working with professional engineers scientist its all because help of people like you…some times it will pain me when i sit alone think about those childhood days: ( .. i always use to pray to when this pains will go when i will eat food which will completely fill my belly … i have dream to help thousands of people like me hope this also come true when turns his eyes on me ……

thank you for your love and help

my job hunting is going on : )

thank you 🙂

with love
hemanth

Rangoli…

Rangoli ist eine traditionelle Art in Indien, Häuser, Tempel und Eingänge zur verschönern. Früher wurde es aus religiösen Gründen gelegt, heute dient es als Zeichen des Willkommens.

Mädchen und Frauen bestreichen den Platz vor der Haustür mit Kuhdung und besprenkeln ihn mit Wasser. Mit Reismehl malen sie in einer besonderen Anordnung Punkte auf den Boden und verbinden sie mit Strichen. So entstehen wunderschöne Muster. Dann wird Salz mit grobem Farbpulver vermischt und am Schluss füllen sie die einzelnen Formen mit den Salzfarben aus.

Die Rangloi sind wochentags eher einfacher gehalten und bei einem bevorstehenden werden sie dann farbiger, prächtiger und vor allem nimmt die Grösse zu. Da ereifern sich schon mal die Nachbarn um den Platz vor der Türe, wo die Gassen sehr eng sind.

Nichts für Warmduscher!

Zur Abwechslung und Auflockerung nun mal eines unser nichtigen Problemchen, denn seit unserer Ankunft in Ganjam, können wir nicht wirklich warm Duschen. Der Durchlauferhitzer funktioniert nicht richtig, weil der Schutzschalter defekt ist. Es hat über eine Woche gedauert bis der erste Elektriker vorbei kam und nach 5 Minuten meinte, da muss ein Spezialist ran. Eine weitere Woche später kam er dann mit seinem Gehilfen und nach etlichen Tests schien es nun endlich zu funktionieren!

Leider hatten wir uns zu früh gefreut, denn als wir duschen wollten, hatte es knapp zum Einseifen gereicht. Es scheint wie verhext und wir kriegen einfach kein warmes Wasser. Als „Workaround“ behelfe ich mich nun vorübergehend mit einer Holzkelle um den Schalter zurückzusetzen. Es wird wohl noch eine weitere Woche dauern, bis der Schalter ausgetauscht wird und wir eine warme Dusche ohne Kaltwasser Intermezzo geniessen können.

Liebe Freunde vom „1×1 für Indien“

Eigentlich habe ich schon ein richtig schlechtes Gewissen, dass ich noch nicht viel über die Schicksale der Menschen geschrieben habe, denen ich tagtäglich hier in Ganjam begegne. Viele sind die Gründe warum es nicht so einfach ist jeden Tag zu berichten.

Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal die ganze Buchhaltung alleine gemacht und natürlich sind die Ansprüche an mich selber sehr hoch, darum hat es auch etwas länger gedauert bis wir fertig waren.

Es ist auch nicht einfach, sich alles von Sr. Sunitha übersetzen zu lassen, denn die Quittungen sind meistens auf Kannada geschrieben, wir notieren uns dann alles auf Deutsch und die Unterhaltung zwischen uns zwei ist wiederum auf Englisch.

Aber nun habe ich es geschafft und bin sehr Glücklich über das Resultat. Vielen Dank an Dirk für die Umsetzung der doppelte Buchhaltung, denn nun haben wir einen sehr guten Überblick und das nächste Mal werden wir sehr viel Zeit sparen können.

Indien ist irgendwie anderst!

Heute Morgen gab es Spiegeleier und was für welche! Die Hühner, welche die Schwestern im Konvent halten, scheinen etwas ganz Besonderes zu sein, den ihre Eier haben immer 2 Eigelb. Der Gedanke, dass es sich um mutierte Hühner handelt die in der Nähe eines Atomkraftwerks ihre Körner gesucht haben, ist ebenso von der Hand zu weisen, wie die Vorstellung, dass es sich um verhexte Eier handelt.

Es ist einfach eine Laune der Natur, bei der zwei Dotterkugeln gleichzeitig in den Eileiter gelangen und dann von Eiweiss und Schale umschlossen werden. Das kommt gelegentlich vor, angeblich besonders bei älteren Hühnern, was auch erklären würde, warum auf dem Lande häufiger anzutreffen ist, weil dort die Tiere älter werden als in der Legebatterie.

Der König der indischen Strassen!

Am Nachmittag machten wir uns wieder mit den ÖV auf den Weg nach Mysore. Es mussten noch ein paar Kleinigkeiten mit der Bank geklärt und wenige Einkäufe getätigt werden. Am späteren Nachmittag trafen wir uns dann mit Mayte und Sr. Sunitha am Davaraja Markt.

Das „Abfahren“ dauerte ca. 10 Minuten, zuerst war da was mit dem hinteren rechten Rad, dass nicht mehr wollte und komische Töne machte, dann brauchte es 6 Startversuche, wo schon beim ersten Versuch die Batterie zu versagen drohte. Nach umlegen einiger Schalter und weiteren Versuchen sprang er doch noch an. Quietschend, wie Giovanni‘s Schubkarre, fuhren wir gemeinsam mit dem „König der indischen Strassen“ einem Ambassador zur St. Teresas Provinzialität der Karmeliten nach Bannimantap.

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Dort machen wir der Oberin des Distriktes Karnataka, Sr. Fridolin, unser Aufwartung, plauderten ein wenig bei Kaffee, Chai und indischen Güezi (Chakuli, hart wie Stein) und versuchten dabei ein gutes Wort für Sr. Sunitha einzulegen, so dass sie nicht allzu bald, an einen anderen Ort versetzt wird und wir somit eine sehr gute Mitarbeiterin beim „1×1 für Indien“ verlieren würden.

Als das „offizielle“ Gespräch vorbei war und einige Damen sich noch über dies und das austauschten, verabschiedeten Pina und ich, uns ganz höflich und gingen zusammen nach draussen um etwas Luft zu schnappen.

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So kamen wir mit dem Taxifahrer ins Gespräch. Sein ganzer Stolz ist der fast 40 jährige Ambassador Mark III, den er liebevoll mit Freunden restauriert hat, innen wie neu, aussen nicht mehr alles Original aber Tip-Top und ein technisches Wunder. Er fährt, aber nur widerwillig und mit viel Improvisationstalent des Meisters.

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Interessant ist auch der Schmuck aus Chili und Zitrone an der Wagenfront, der neidische Blicke abwenden soll, die ihm sicher sind, denn einen so schönen Ambassador, habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Wir kaufen gegenüber der Strasse noch schnell eine sehr feine Wassermelone für 10 INR (0.18 CHF/KG) und als alle wieder im Taxi sassen, brauchte es nur ein „indisches Wunder“ und einen Schlüssel dreh und es ging sofort ohne Probleme oder etwaiges Quietschen zurück nach Ganjam.

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Die Frauen und ihre Schuhe!

Auf unseren Flug am Gate wartend, tranken wir noch einen Kaffee und da fiel mir auf, dass die Frau am Nebentisch die gleichen Schuhe (eher etwas Aussergewöhnliches, was man nicht jeden Tag sieht) trug wie ich. Sogleich sprach ich sie an und wir schwärmten davon wie bequem sie sind. Im weiteren Gespräch fanden wir heraus, dass auch sie nach Indien fliegt. Was für ein Zufall, denn im Flugzeug sass dann Mayte neben ihr und so führten wir das Gespräch weiter. Wir fanden heraus, dass sie mit einer Reisegruppe aus der Schweiz in Südindien unterwegs sein wird und verschiedene Sehenswürdigkeiten besuchen werden, die ganz in der Nähe von Ganjam (1×1 für Indien) unterwegs sein werden. Nachdem wir unsere Visitenkarten ausgetauscht hatten, sagten wir noch ganz spontan „kommt doch einfach mal vorbei, wenn ihr in der Nähe seid“.

In Bangalore angekommen werden wir von Hemanth, der „von 1×1 für Indien“ unterstützt wurde, ganz herzlich mit einem Rosenstrauss empfangen. Er hat Elektro-Ingenieur studiert und macht nun in Bangalore eine Weiterbildung zum Flugzeugelektroniker.

Wie geplant kommen wir morgens um 5 Uhr in Ganjam an, begrüssen kurz die Schwestern und gönnen uns dann zuerst ein paar Stunden Schlaf, bevor wir mit unserer Arbeit beginnen.

Um 16:00 sitzen wir alle zusammen, d.h. Sr. Sunitha, Elizabeth, Mayte, Dirk und ich um uns einen Überblick der aktuellen Lage zu verschaffen. Kaum haben wir angefangen, klopft es an der Türe und Christine mit ihrer Kollegin Brigitte, die Schuh-Bekanntschaft steht da und hat es tatsächlich geschafft den ganzen Bus zum „1×1 für Indien“ umzuleiten.

Wir freuen uns sehr über die Überraschung und heissen die ganze Gesellschaft willkommen. Wir führen sie herum, zeigen ihnen unsere Nähschule, das kleine Büro und erklären ihnen unser karitatives Werk.
Die Gruppe war ganz begeistert von unserer Tätigkeit und unaufgefordert schnappte sich der Reiseleiter ein Nähkörbchen und ging damit herum und bat um eine Spende.

Wir bedanken uns ganz herzlich für den Besuch, die Spende und Wünschen der Reisegruppe noch eine schöne und erlebnisreiche Zeit in Südindien.

Wanderferien, Imbach-Reisen AG, Zürichstrasse 11, CH- 6006 Luzern.

Danach ging unsere Teamsitzung weiter und nach fast 3 Stunden brummten unsere Köpfe und total geschafft ging es ziemlich früh ins Bett.

Teddy, Hasi, Kroki, Quietscheente u.v.a. reisen nach Indien!

Es ist wieder einmal an der Zeit um in Ganjam (Indien) die vom „1×1 für Indien“ unterstützten Kinder zu besuchen. Diesmal sind wir schwer beladen mit Plüschtieren für unsere Kleinsten und wir freuen uns ausserordentlich die Kinder wiederzusehen.
Es erwarten uns brutale 26°C und strahlender Sonnenschein, Mayte wird vorwiegend in der Nähschule beschäftigt sein, während Pina und ich, zumindest in der ersten Woche die meiste Zeit im Büro verbringen werden und uns um die Buchhaltung kümmern werden, welche uns neben dem warmen Wetter zusätzlich zum Schwitzen bringen wird.
Wir werden voraussichtlich um 05:00 (UTC/GMT +5:30 Stunden) in Ganjam eintreffen und erst mal eine Runde schlafen.

Ich stelle mich vor als Ihre neue Präsidentin!

Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen,
müssen wir bei den Kindern anfangen.
(Mahatma Gandhi)

Liebe Familie, Freunde, PatInnen, SpenderInnen & GönnerInnen

Es ist mir eine Freude und Ehre Ihnen folgende Mitteilung machen zu dürfen:

An unserer letzten Generalversammlung wurde ich von den Mitgliedern vom „1×1 für Indien“ angefragt, ob ich künftig die Aufgabe der Präsidentin übernehmen möchte.

Ich hatte nicht viel Zeit zu überlegen, was ich auch nicht musste, denn das „1×1 für Indien“ liegt mir sehr am Herzen! Ich bin mit diesem Projekt und dem Hilfswerk sehr verbunden und hatte auch das Glück, schon seit der Gründung mit dabei zu sein. Es war für mich klar, dass ich diese Aufgabe übernehmen werde, und ich möchte allen Mitgliedern hiermit meinen herzlichen Dank aussprechen für das entgegengebrachte Vertrauen, diese Aufgabe in meine Hände zu legen.

Die meisten von Ihnen kennen mich schon, unser Verein ist klein und familiär, aber denjenigen für die ich noch eine Unbekannte bin, möchte ich mich gerne vorstellen:

Mein Name ist Pina Scalegno Krienbühl, ich bin seit 14 Jahren mit Dirk Krienbühl verheiratet, 47 Jahre alt und arbeite seit 25 Jahren als Krankenpflegerin.

Mein beruflicher und privater Werdegang führte mich durch viele Stationen der medizinischen Betreuung und Versorgung kranker Menschen, wie z.B. in der Chirurgie, Infektiologie, Psychiatrie, in der Aidsbetreuung, Palliativmedizin und auch Sterbebegleitung. Somit ist das Thema Mensch, Gesundheit und seine Entwicklung etwas, dass mich durch mein Leben begleitet und mir am Herzen liegt.

Menschen, ihre Bedürfnisse und Nöte sind zeitlebens Teil meiner Geschichte.

Menschen sind so zu sagen meine Passion und es interessiert mich alles, was mit Ihnen zu tun hat, sei dies nun auf Reisen, im sprachlichen Austausch, in gemeinsamen Projekten, wer sie ganz persönlich sind und was sie bewegt.

Schon als Kind hatte ich Bücher von Albert Schweitzer gelesen und gedacht, dass ich eines Tages, wenn ich gross bin, nach Afrika gehe und mich einer Arbeit in seinem Sinne widmen werde.

Nun ist es zwar nicht Afrika, aber Indien hat „mich gerufen“. Im Januar 1996 bereiste die ganze Familie zusammen das faszinierende Land im Süden Indiens und bereits im darauf folgenden Dezember wurde bei einer weiteren Reise, gemeinsam mit den „Urvätern“, das Projekt und Hilfswerk 1 x 1 für Indien gegründet.

Mein besonderer Dank gilt meinen Schwiegereltern, dem abtretenden Präsidenten Fritz Krienbühl und Mayte Krienbühl für die im Vorfeld hervorragende Arbeit, die sie geleistet haben und ohne sie „1×1 für Indien“ gar nicht entstanden wäre!

In der heutigen Zeit, wo viele Staaten Schwierigkeiten mit ihrem Budget haben und die Aufgabe der Lösungen von zentralen und komplexen Problemen, wie z.B. der Armutsbekämpfung oft vernachlässigt wird, sehen wir unser gemeinsames Engagement für die Kinder und deren Familien in Indien. Ich bin überzeugt, dass es sich lohnt und freue mich über Ihre Treue und die weitere Unterstützung, denn auf Menschen wie Sie, baut die Organisation auf.

Nicht jeder kann nach Indien reisen, helfen und spenden. Aber jeder von uns kann „Anwalt“ sein für die Menschen, deren Stimmen oft nicht gehört werden.

Ich möchte alle ermutigen sich zu engagieren um Lösungen für diese Herausforderung zu finden und bedanke mich schon jetzt ganz herzlich bei Ihnen für das entgegen gebrachte Vertrauen.

Wir müssen aus dem Schlafe erwachen und unsere Verantwortung sehen.
(Albert Schweitzer)

Ihre Präsidentin

Pina Scalegno Krienbühl

eine private und schweizerische Hilfsorganisation in Indien

Elizabeth, Leiterin der Nähschule

Elizabeth ist heute eine selbstbewusste und selbständige Frau, dies war jedoch nicht immer so, denn als wir ihr das erste Mal begegneten, war sie scheu und lebte sehr zurückgezogen. Viele Leute wollten, wegen ihres Aussehens, gar nichts mit ihr zu tun haben. Sie hat Vitiligo auch Weissfleckenkrankheit genannt, welches eine chronische, nicht ansteckende Hauterkrankung ist.

Ich durfte sie näher kennenlernen, habe ihr immer versucht Mut zu machen und sie nach einigen Jahren sogar zur Leiterin der Nähschule ernannt. Natürlich brauchte es etwas Zeit, wir gingen oft zusammen in die Stadt um Einkäufe für unsere Nähschule zu erledigen. Meistens blieb ich im Hintergrund in ihrer Nähe, gab ihr das Geld und sie musste alles selber bewältigen, jedoch konnte Sie auf meine Hilfe zählen, wenn es nötig war.

Es dauerte eine gewisse Zeit, aber allmählich lernte sie, dass auch sie etwas Wert war und langsam wurde ihr Selbstvertrauen gestärkt.

Wenn jemand in der Nähschule, etwas von mir wissen wollte, antwortete ich immer mit „Du musst Elizabeth fragen“. Heute bewältigt sie alles alleine, kauft ein, wählt die Stoffe aus, verhandelt über die Preise. Wenn dennoch Zweifel aufkommen, ruft sie mich einfach an und zusammen finden wir dann immer einen Weg.

Auch die Buchhaltung führt sie ausgezeichnet, alles ist belegt und korrekt. Es kann schon mal vorkommen, dass ein paar Rupien zu viel oder zu wenig in der Kasse sind, aber bei so kleinen Beträgen, lohnt sich das Nachforschen nicht.

Man muss wissen, dass in manchen Geschäften noch alles von Hand geschrieben und gerechnet wird und da ist schnell mal eine falsche Zahl auf dem Beleg.

Heute wird Elizabeth von allen sehr geschätzt und mit „Madam“ (man wird als Frau so in Indien betitelt, wenn man eine bessere Position hat) angeredet. Sie ist stolz auf ihren Fortschritt und ihre Selbständigkeit.

Bravo Elizabeth!

Etwas zum Schmunzeln!

Am Morgen früh um 07.30 Uhr vor dem Kindergarten, kam der 5-jährige Knabe Santosh zu mir und wollte einen Pullover. Man muss wissen, dass wir in unserer Nähschule, zwei Frauen beschäftigen die Stricken, eine morgens und eine nachmittags. Auch hier im Süden Indiens kann die Temperatur in der Nacht auf bis zu 12 Grad herunter gehen, was für die Bewohner als sehr kalt empfunden wird.

Also fragte ich Elizabeth, die Leiterin unserer Nähschule, wann denn der Knabe seinen letzten Pullover bekommen hätte. Sie sagte mir, dass dies vor 2 Monaten der Fall war. Demzufolge fragte ich ihn warum er denn schon wieder einen Neuen brauche. Die Antwort kam unverzüglich: „Ich soll sagen, er sei mir zu klein geworden“. Ich sagte ihm, dass er doch nicht so schnell gewachsen sei und er mir doch die Wahrheit sagen soll, er wisse doch, dass er mir alles sagen könne.

Zuerst schaute er mich lange mit seinen grossen Augen an, bevor die Antwort kam: „Meine Mutter hat den Pulli im Fluss gewaschen und plötzlich ist er davon geschwommen.“ Ich musste einfach nur lachen und gab ihm natürlich einen neuen Pulli. Er strahlte über das ganze Gesicht und war sehr zufrieden. Man sieht; Kinder sagen die Wahrheit.

Gesetzliche Bestimmungen!

Die gesetzlichen Bestimmungen sind in Sachen Kinderarbeit eindeutig, anbei ein Auszug aus der indischen Verfassung von 1950.

  • verbietet Menschenhandel und Zwangsarbeit (Artikel 23)
  • erlaubt keine Arbeit von Kindern unter 14 Jahren in Minen, Fabriken oder weiteren gefährlichen Beschäftigungen (Artikel 24)
  • fordert, dass Kinder in einem gesunden Umfeld in Freiheit und Würde leben können und dass Kindheit und Jugend vor Ausbeutung sowie moralischer und materieller Vernachlässigung geschützt werden (Artikel 39f)
  • sieht eine unentgeltliche und obligatorische Schulbildung für alle Kinder unter 14 Jahren vor (Artikel 45). Der Staat sollte die Umsetzung der Schulpflicht binnen zehn Jahren möglich machen.

Die oben erwähnten Artikel können unter Parts I to XXII in der indischen Verfassung nachgeschlagen werden.

Schon bald zeigte sich, dass die Bestimmungen der Verfassung in großem Umfang umgangen wurden. Daher erliess die Regierung eine Reihe von weiteren Gesetzen:

Eine große Lücke existiert allerdings weiterhin in der Gesetzgebung:

  • Heimarbeit gilt als privat und ist daher nicht gesetzlich geregelt.

Tragische Situationen und Lebensumstände!

Die Situation, respektive die Lebensumstände hier, sind schon tragisch, wenn man es mit den Augen eines Europäers betrachtet. Die Hütten bestehen im besten Fall aus 4 Mauern, einer Tür und sind mit einem Lehmboden ausgestattet, darüber hat es meistens ein Wellblechdach. So ein Hütte hat in der Regel etwa 15m2 und besteht aus Küche, Wohn- / Schlafzimmer und einem Waschraum und ist zum Teil mit einem 2-türigen Schrank und 2 Plastikstühlen ausgestattet. Alle schlafen im selben Raum nebeneinander auf Strohmatten, so das nachts kein Millimeter mehr frei ist. Am Morgen werden dann die Matten wieder zusammen gerollt „Et Voila“ haben wir ein Wohnzimmer.

Hier gibt es für die untersten Schichten keine AHV, IV, Krankenkasse oder sonstige Versicherungen, so dass, wenn ein Familienmitglied krank wird und man für Operationen, Medikamente und anderes aufkommen muss, es die meisten Familien in den direkten Ruin treibt, weil oft das Geld fehlt. Das geht dann meist zu Lasten von Essen und Kinder müssen oft die Schule abbrechen, weil man sich die Gebühren nicht mehr leisten kann und sie zudem gezwungen sind Geld zu verdienen, denn das Herstellen von Räucherstäbchen reicht nicht aus um eine Familie über Wasser zu halten.

Die 12-16 jährigen Knaben die plötzlich zu Familienoberhäuptern werden, weil ihre Väter gestorben, dem Alkohol verfallen oder einfach abgehauen sind und ihre Frauen und Kinder einfach im Stich liessen.

In ihrer ganzen Verzweiflung, Armut und tragischer Aussichtslosigkeit, gibt es sogar welche, die ihre Situation noch schlechter darstellen als sie überhaupt schon ist, aus Angst keine Hilfe zu bekommen. Dabei ist schon ihre Realität so was von tragisch, dass es in unseren Augen eigentlich gar nichts Schlimmeres als solche Lebensumstände geben kann.

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Mit Spenden Steuern sparen

Tipps für Spender/innen

Spenden an Hilfswerke können sowohl bei der direkten Bundessteuer, als auch bei den Kantons- und Gemeindesteuern in Abzug gebracht werden. Im Steuerjahr 2006 stieg der maximale Abzug bei der Bundessteuer von 10 auf 20 Prozent.

Zulässige Abzüge bei der direkten Bundessteuer

Alle natürlichen Personen können freiwillige Geldleistungen an gemeinnützige Organisationen mit Sitz in der Schweiz steuerlich in Abzug bringen (Art. 33 Abs. 1 Bst. i des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer / DBG; SR 642.11). Die Zuwendung muss im Steuerjahr jedoch mindestens 100 Franken betragen. Ab dem Steuerjahr 2006 können neu maximal 20 Prozent vom Reineinkommen abgezogen werden (Art. 33 a [neu] DBG). Dieselbe Regelung gilt für juristische Personen. Auch diese dürfen bis zu 20% vom Reingewinn von den Steuern abziehen. Zudem werden die bisher auf Geldleistungen beschränkten Zuwendungen auf die übrigen Vermögenswerte ausgedehnt. Dieser Begriff schliesst unbewegliches Vermögen wie Liegenschaften und Land, aber auch bewegliches Vermögen, wie z.B. Fahrzeuge oder Kunstgegenstände sowie Kapitalvermögen wie Wertschriften, Beteiligungen oder Darlehensforderungen und Immaterialgüterrechte, also zum Beispiel Markenrechte oder Patente, ein.

Einschränkungen der Abzugsfähigkeit bei der direkten Bundessteuer

Nicht abzugsfähig sind statutarisch geschuldete Mitgliederbeiträge oder andere Zahlungen, auf welche die gemeinnützige Organisation einen Anspruch hat. Statutarische Beiträge sind insofern keine «freiwilligen Geldleistungen», als die Mitglieder statutarisch verpflichtet sind, eine Geldleistung zu erbringen und sie dafür keine Gegenleistung erhalten dürften.

Auch Zuwendungen an Organisationen, die einen reinen Kultuszweck verfolgen, können nicht in Abzug gebracht werden. Werden Zuwendungen an eine Organisation geleistet, die sowohl gemeinnützige als auch Kultuszwecke verfolgt, so muss der Spender beweisen, dass seine Zuwendung auf das Konto des gemeinnützigen Teils geleistet wurde. Ansonsten kann die Spende nicht in Abzug gebracht werden.

Zulässige Abzüge bei den Kantons- und Gemeindesteuern

Das Steuerharmonisierungsgesetz schreibt den Kantonen die Gemeinnützigkeit als Steuerbefreiungsgrund vor. Spenden an gemeinnützige Organisationen können bis zu einer von den Kantonen festgelegten Limite von den Steuern abgezogen werden. Die maximale Abzugshöhe ist von Kanton zu Kanton verschieden. Allgemeine Hinweise über die steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden sind aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich (Steuerperiode 2006). Grundsätzlich müssen die Zuwendungen in allen Kantonen belegt werden.

Quelle:

Nervtötende Stromausfälle!

Schlimmer als auch schon ist es diesmal mit den Stromausfällen. Immer und immer wieder. Ich habe ja einen Laptop von einer Patin erhalten dessen Batterie aber leider nicht mehr funktioniert und welche praktisch nicht mehr zu erhalten ist. Man stelle sich vor, er funktioniert, aber nur solange Strom da ist. Frustrierend wenn man arbeiten will und man kann ihn wegen Stromausfall nicht benutzen. Ziemlich nervtötend.

Veraltete Infrastruktur!

Die Infrastruktur von Ganjam ist ziemlich veraltet und hat somit immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Während unseres Aufenthalts gab es einen Wasserrohrbruch, die Strasse wurde aufgerissen und jeglicher Verkehr für Tage unmöglich. Weshalb aber die Leitungen in einem nicht von Frost gefährdetem Gebiet bis zu 4 Meter tief verlegt werden, müsste mir mal ein Fachmann erklären.

Wen wundert es da noch, wenn das Telefon im St. Michaels Convent hin und wieder nicht richtig funktioniert?

Gopi und sein Ambassador sind unzertrennlich!

Unser Gopi verdient es auch einmal erwähnt zu werden. Er betreibt als Selbstständiger ein Taxiunternehmen mit seinem altersschwachen „Ambassador“.

Wir haben ihn als unseren Chauffeur ausgewählt, weil er sehr zuverlässig, freundlich und immer abrufbereit ist. Seit mehreren Jahren kennen wir ihn nun schon und noch nie hatten wir uns über ihn zu beklagen.

Seinen „Gefährten“ den Ambassador, Jahrgang unbekannt, aber schon mit über 250’000 Kilometern auf dem Buckel hegt und pflegt er wie ein Schmuckstück. Vor einem Jahr hat er die Karosserie ausgewechselt, jedoch den alten Motor behalten. Dass vielleicht das Eine und das Andere nicht mehr richtig funktioniert ist ein Detail, was soll’s schon, denn er läuft und läuft und läuft, wenn auch manchmal nicht so schnell wie man es gerne hätte, und wir haben deswegen auch schon mal fast einen Heimflug verpasst.

Wenn wir nach Mysore müssen um Einkäufe zu machen, dann rufen wir einfach Gopi. Er und sein Ambassador sind unsere Basis-Station in der Stadt. Er bringt uns überall hin und wartet auf uns. Die eingekauften Sachen können wir im Auto ablegen und uns um weitere Einkäufe kümmern.

Beim Einkauf in Mysore wird er von uns nicht nach den gefahrenen Kilometern bezahlt sondern nach Zeit. Mysore ist 15 km entfernt und pro Stunde die er mit uns unterwegs ist bekommt er 100 INR Wenn wir ihn mal nach dem Preis fragen so sagt er nur: „Du weisst schon“.

Die Höhenlage von rund 800 m.ü.M macht sich bemerkbar…

Dass die Leute in Indien nicht nur der Hitze sondern auch kühlen und kalten Temperaturen ausgesetzt sind ist eine Tatsache. Obwohl wir hier im Süden von Indien sind, so macht sich doch die Höhenlage von rund 800 m.ü.M bemerkbar indem die Temperatur in der Nacht bis auf rund 16 Grad fallen kann. Aber bereits wenn es kühler wird und wir uns noch hemdsärmlig wohl fühlen, sieht man Leute die wie im Winter eingepackt sind um sich vor der Kälte zu schützen. So geben wir denn auch Strickjacken und Pullover an die Kinder ab.

Girija und Radha arbeiten beide bei uns im Tailoring als Strickerinnen und sind dafür besorgt, dass immer genügend Stricksachen bereit sind.

Republic Day (Nationalfeiertag)

So sind wir also erst am Mittag des 25. Januar 2006 in Ganjam angekommen und am nächsten Tag war in Indien der Republic Day (Nationalfeiertag). Überall werden Veranstaltungen gemacht, die Nationalflagge gehisst und Reden geschwungen. Auch an den Schulen wird gefeiert und wir wurden als Gäste zu einer Veranstaltung an der Schule der Karmeliten Schwestern eingeladen. Angefangen bei den Kindergärtnern bis hin zu den Schülern der 7ten Klasse hatten alle etwas vorzuführen. Mit grossem Fleiss und lauter Musik wurde getanzt, geturnt und gesungen. Der ganze Anlass wurde von Shabeer, einem ehemaligen Patenkind, welches nun an der Schule als „Physical Trainer“ (Sportlehrer) angestellt ist, perfekt organisiert und geleitet.

Ein kleiner Bericht!

Seit 9 Jahren sind wir nun in Indien tätig und seit unserem letzten Artikel in der Lokalpresse sind auch schon 6 Jahre vergangen. So haben wir vor unserer Abreise der „Rigi-Post“ für die Ausgabe des 9.Dezembers den folgenden Artikel eingereicht:

Nachrichten vom „1×1 für Indien“

Schon 6 Jahre sind es her seit in der Rigi-Post etwas über dieses kleine Hilfswerk geschrieben wurde. Deshalb finden wir es an der Zeit, Sie liebe Leser und Gönner, wieder einmal mit ein paar Informationen auf dem Laufenden zu halten. Auch bei einem kleinen Hilfswerk hat man sich ständig Gedanken zu machen wie es weiter gehen soll und was man anders oder besser machen muss.

Hin und wieder denkt man an Projekte wie Kinderheim, Frauenhaus, Krankenstation und dies und jenes. Doch wenn man es sich gut überlegt so wäre eine ganzjährige Anwesenheit unsererseits oder die Anstellung einer vertrauenswürdigen und gebildeten Person erforderlich. Dies ist aber aus Kostengründen nicht möglich, und so kommt man nicht umhin „kleinere Brötchen zu backen“. Und wie sehen diese kleineren Brötchen aus, und was hat sich in den vergangenen 6 Jahren getan und geändert?

Die 1996 begonnene Unterstützung von zuerst 50 Kindern hat sich mittlerweile auf 110 Kinder ausgeweitet und bereits sind einige Ausbildungserfolge zu verzeichnen.

So hat Anthony Raj sein Master of Arts Examen bestanden und arbeitet heute bei einer Versicherungsgesellschaft. Shabeer machte seine Ausbildung zum Sportlehrer und fand eine Anstellung an einer Schule in Ganjam. Fahima Banu hat die Ausbildung zur Kindergärtnerin abgeschlossen und wurde von den Karmeliten-Schwestern für deren Kindergarten in Ganjam angestellt. Jyothi wurde am 24.April 2004 nach einigen Jahren Klosterleben und Ausbildung, definitiv als Nonne in den Orden der Karmeliten-Schwestern aufgenommen. San Roshan hat die Lehre zum Klempner abgeschlossen und Vinaya Britto ist nun ausgebildeter Radio- und Fernsehmechaniker. Weitere Burschen und Mädchen befinden sich in der Ausbildung oder kurz vor dem Abschluss. Ohne die Hilfe vom „1×1 für Indien“ würden sie alle als Kulis ihr Leben fristen.

Viele Kinder und Erwachsene konnten, und können wir immer noch, in einer sehr guten Privatklinik hospitalisieren, operieren oder pflegen lassen, und dies zu äusserst günstigen Bedingungen. Auch ist jeder benötigte Spezialarzt innert kürzester Zeit zur Verfügung.

Auch Babu konnte mit einem Rollstuhl geholfen werden.

In der von uns neu erbauten und eingerichteten Nähschule beschäftigen wir 3 Frauen sowie einen Schneider auf Abruf. Alle Schuluniformen und die Kleider für die unterstützten Kinder werden hier, nebst diversen andern Sachen, hergestellt. Jedes Jahr werden 10 -12 Frauen und Mädchen im Nähen, Stricken und Sticken ausgebildet.

Verschiedene sehr notwendige Renovationen und Reparaturen, ja selbst Neubauten von Behausungen haben wir finanziert. Installationen von Elektrisch sowie Registrierungen des Eigentums im Grundbuch wurden durch uns vergütet.

Früher so……..

Heute so, dank der Hilfe vom 1×1 für Indien

Durch all diese langjährigen Tätigkeiten bekannt, sind wir natürlich zur Anlaufstelle für alle erdenklichen Wünsche und Anliegen geworden. Wir mussten uns Gedanken machen betreffend einer Neugestaltung der Hilfeleistungen. Wir können und dürfen nicht nur die Patenkinder unterstützen, sondern müssen noch vermehrt auch andere Bedürftige berücksichtigen.

Wir haben deshalb beschlossen ab Juni 2004 keine neuen Kinderpatenschaften mehr zu vergeben.
Die bereits bestehenden Patenschaften werden im gleichen Sinne wie zuvor weitergeführt bis das Patenkind die Ausbildung abgeschlossen hat.
Ab sofort jedoch unterstützen wir alle bedürftigen Kinder, die uns um Hilfe bitten, in ihrer Ausbildung was auch dazu beiträgt keine Missgunst unter den Leuten aufkommen zu lassen.

Helfen Sie mit, dass das 1×1 für Indien weiterhin eine helfende Hand ausstrecken und vielen armen Kindern und Erwachsenen zu einer besseren Zukunft verhelfen kann.

Konto: 1×1 für Indien Nr. 362 079-1767 bei Schwyzer Kantonalbank, PC Kto.60-1-5

Wir danken vielmals allen Spendern und wünschen allen Lesern frohe Festtage.

Wieder für ein paar Wochen in Ganjam!

Auch dieses Jahr sind wir wieder für ein paar Wochen in Ganjam, wo wir immer mit Freuden erwartet und dementsprechend empfangen werden. Diesmal hatten wir keine so unangenehme Nachricht wie im Mai. Diese hatten wir bereits Mitte Oktober als uns per E-Mail mitgeteilt wurde, dass George der Ehemann von Elizabeth, der Leiterin der Nähschule, unerwartet im Alter von 44 Jahren gestorben sei. Dies war auch der Grund, dass wir wieder zu zweit nach Indien reisten, obwohl Fritz (Uncle) eigentlich diesmal alleine hinreisen wollte, da die Nähschule sehr gut funktioniert. Doch durch den Tod von George, hatte Elizabeth sicher auch die Hilfe von Mayte nötig.