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Morgens um kurz nach Vier!

Nach einer 31 stündigen Reise von Tür zu Tür, sind wir Morgens um 04:15 im St. Michaels Konvent angekommen.

Alles schlief so friedlich ruhig und war noch in Träumen versunken…

Nach Mitternacht ist es ideal zum Fahren mit dem Auto, vom Flughafen Bangalore nach Ganjam hatte der Fahrer nur 2 1/2 Stunden. Er fuhr auch ziemlich rassig und wir kamen ungewohnt früh an, alle Telefonanrufe, sowie Autohupen nützten nichts um die Nonnen zu wecken, ausser die Hunde.

Um ca. 05:30 wurden dann langsam die Bewohnerinnen des Konventes wach und wir wurden ganz herzlich von Sr. Sunitha empfangen.

138 Kilo Gepäck

Mit 138 Kilo plus Handgepäck sind wir vom Flughafen Zürich abgeflogen, sicher fragt man sich da, was wir denn alles dabei hatten?

Wir werden immer wieder angefragt ob wir dieses oder jenes hätten und zwar nicht nur von unseren gesponserten Kindern, sondern auch von den Dorfbewohnern. So kam ich auf die Idee im Laufe des Jahres verschiedenes zu sammeln.

Z.B. Koffer, damit die Ärmsten Ihr Hab und Gut verstauen können. Letztes Jahr als wir auf Besuch bei einem unterstützten Kind waren, bedankte sich die Mutter für den Koffer, den sie letztes Jahr von uns bekommen hatte und sagte: „ich bin jetzt so froh, denn endlich würden die Ratten keine Löcher mehr in die Kleider fressen“.

Anbei eine Auflistung was wir alles dabei hatten und vielen herzlichen Dank an die Spender, die für die Leute in Ganjam gesammelt haben.

  • Koffer und Plüschtiere: Heidi Blesi, Sonja Spinedi.
  • Kleider und Schuhe für die Kinder: Regula Davatz, Sonja Spinedi.
  • Kleider und Schuhe für Erwachsene: Heidi Blesi, Susan Clemens, Francesca Scalegno.
  • Wollmützen von einer Getränkefirma, organisiert von: Nadja Krienbühl.
  • Brillen und Hörapparate: Esther Schweizer.

Teddy, Hasi, Kroki, Quietscheente u.v.a. reisen nach Indien!

Es ist wieder einmal an der Zeit um in Ganjam (Indien) die vom „1×1 für Indien“ unterstützten Kinder zu besuchen. Diesmal sind wir schwer beladen mit Plüschtieren für unsere Kleinsten und wir freuen uns ausserordentlich die Kinder wiederzusehen.
Es erwarten uns brutale 26°C und strahlender Sonnenschein, Mayte wird vorwiegend in der Nähschule beschäftigt sein, während Pina und ich, zumindest in der ersten Woche die meiste Zeit im Büro verbringen werden und uns um die Buchhaltung kümmern werden, welche uns neben dem warmen Wetter zusätzlich zum Schwitzen bringen wird.
Wir werden voraussichtlich um 05:00 (UTC/GMT +5:30 Stunden) in Ganjam eintreffen und erst mal eine Runde schlafen.

Die Fahrt nach Ganjam…

Mein Flug landete pünktlich um 07.00 Uhr in Goa, ich wurde herzlich von meiner Familie empfangen und begrüsst. Der heutige Tag war eigentlich nichts Besonderes, ausser dem sehr leckeren Thali, dass wir bei unserem Zwischenhalt in Shimoga assen und der 14 Stunden Fahrt, die wir bis Ganjam brauchten. Somit trafen wir erst gegen 21.00 ein, wo uns Elizabeth und Schwester Sunitha schon ganz sehnsüchtig erwarteten, kurz darauf fielen wir ohne etwas zu Essen, todmüde ins Bett.

Und wieder geht’s nach Indien!

Heute, an einem schon fast frühlingshaften Sonntag, ist es für mich wieder einmal an der Zeit, nach Ganjam in den Süden von Indien zu reisen, um bei „unseren Kindern“ nach dem Rechten zu sehen. Es ist schon längere Zeit her, dass ich das letzte Mal in Indien war und ich freue mich schon jetzt ganz riesig darauf. Dieses Land, seine Leute und nicht zuletzt, deren Kultur haben mich seit meinem ersten Besuch vor 15 Jahren, immer wieder fasziniert. Ich reise heute zwar alleine, werde mich aber nach der Ankunft in Goa, am Montag um 07.00 Lokalzeit mit meiner Ehefrau Pina und meinen Eltern, Mayte und Fritz treffen. Gemeinsam werden wir dann die letzte Etappe (650 Km in ca. 12 Std.) über die westlichen Ghats nach Ganjam bewältigen.

Man/Frau wird sich jetzt sicherlich Fragen warum wir zu viert nach Indien reisen! Mayte und Fritz wollen etwas kürzer treten und wir „die Jungmannschaft“ wird „1×1 für Indien“ bald übernehmen und müssen somit sorgfältig in die lokalen Gegeben- und Gepflogenheiten eingeführt und mit allem im Detail vertraut gemacht werden.

Diesmal wählten wir die Anreise über Goa…

Diesmal haben wir die Anreise über Goa gewählt. Die Reisekosten sind deutlich niedriger wenn wir mit einem Charter fliegen, anstatt mit einem Linienflug. Nach zwei Ruhetagen in Goa, reisten wir dann weiter zu unseren Kindern und Familien.

Diese Reise über Land mit dem Auto ist ein echtes Erlebnis für sich und wir bewältigen die Strecke von 650 Kilometern in etwa 12 Stunden.

Die Nationalstrassen sind natürlich nicht mit unseren westlichen Strassen zu vergleichen. Vor allem in den westlichen Ghats (eine Gebirgskette die sich im Westen Indiens von Norden nach Süden zieht) sind die Strassen so schmal und kurvenreich wie bei uns eine drittklassige Zufahrt auf eine Alp. Dazu kommen noch Schlaglöcher von ungeahntem Ausmass, schleichende und überladene Lastwagen, Ziegen- und Schafherden usw. Aber unser Taxifahrer meisterte alles sehr fachmännisch und gekonnt. Ja, sie lesen richtig wir reisten per Taxi. Wir liessen uns das Taxi aus Mysore kommen um uns im Hotel in Goa abzuholen. Die Taxis in Karnataka sind billiger als diejenigen in Goa und verrechnet wird sowieso immer die Hin- und Rückfahrt. Aber die ganze Fahrt ist immer noch billiger als die Fliegerei für 2 Personen von Goa nach Bangalore, wo man dann zudem auch wieder per Taxi von Bangalore nach Ganjam fahren muss.

Via Mumbay und Bangalore nach Ganjam

Wir sind also wie bereits in unserem letzten Bericht gemeldet auf dem neuen Flughafen von Bangalore gelandet. Wir sind zwar keine Spezialisten für Flughäfen doch erstaunt es uns, dass man immer noch mit dem Bus irgendwo auf dem grossen Flughafenareal abgeholt wird, im strömenden Regen ein- und wieder aussteigt, über eine 1 Meter breite Treppe ins Obergeschoss geleitet wird, nur um nach 100 Metern wieder ins EG zu der Immigration hinab zu steigen und anschliessend zu den Gepäck-Bändern entlassen wird.

Gepäckbänder ja schön, aber bis man feststellt auf welchem Band denn nun das Gepäck erscheinen wird vergeht doch einige Zeit, denn die Beschriftung ist nicht gerade ins Auge springend angebracht. Aber keine Sorge, Zeit hat man genug, denn es dauert rund eine Stunde ab Ankunft bis man zu seinem Gepäck kommt. Man wundert sich nur wie es hier möglich sein wird 12 Millionen Passagiere im Jahr abzufertigen.

Der Flughafen ist von einem schweizerischen Architekturbüro geplant, jedoch wissen wir ja nicht, wer noch alles in dem Brei herumgerührt hat.

Den wartenden, vorbestellten Taxifahrer erblicken wir sofort direkt vor dem Ausgang, nicht zuletzt darum weil auch wir dasselbe Namensschild zeigen wie er. (von uns per E-Mail an die Taxizentrale gesandt).

Die Fahrt nach Ganjam dauert nicht länger als vom alten Flughafen aus, obwohl die Strecke rund 40 km länger ist, denn die Umfahrung von Bangalore ist beinahe fertig, und wahrscheinlich gibt es auch noch verschiedene Varianten der Streckenwahl. Von wegen Streckenwahl mussten wir unseren Fahrer bewundern denn ein Regen wie man ihn nur in tropischen Gegenden erleben kann behinderte die Sicht auf alles was ausserhalb des Autos war.

Gopi und sein Ambassador sind unzertrennlich!

Unser Gopi verdient es auch einmal erwähnt zu werden. Er betreibt als Selbstständiger ein Taxiunternehmen mit seinem altersschwachen „Ambassador“.

Wir haben ihn als unseren Chauffeur ausgewählt, weil er sehr zuverlässig, freundlich und immer abrufbereit ist. Seit mehreren Jahren kennen wir ihn nun schon und noch nie hatten wir uns über ihn zu beklagen.

Seinen „Gefährten“ den Ambassador, Jahrgang unbekannt, aber schon mit über 250’000 Kilometern auf dem Buckel hegt und pflegt er wie ein Schmuckstück. Vor einem Jahr hat er die Karosserie ausgewechselt, jedoch den alten Motor behalten. Dass vielleicht das Eine und das Andere nicht mehr richtig funktioniert ist ein Detail, was soll’s schon, denn er läuft und läuft und läuft, wenn auch manchmal nicht so schnell wie man es gerne hätte, und wir haben deswegen auch schon mal fast einen Heimflug verpasst.

Wenn wir nach Mysore müssen um Einkäufe zu machen, dann rufen wir einfach Gopi. Er und sein Ambassador sind unsere Basis-Station in der Stadt. Er bringt uns überall hin und wartet auf uns. Die eingekauften Sachen können wir im Auto ablegen und uns um weitere Einkäufe kümmern.

Beim Einkauf in Mysore wird er von uns nicht nach den gefahrenen Kilometern bezahlt sondern nach Zeit. Mysore ist 15 km entfernt und pro Stunde die er mit uns unterwegs ist bekommt er 100 INR Wenn wir ihn mal nach dem Preis fragen so sagt er nur: „Du weisst schon“.

Um Mitternacht kamen wir in Ganjam an!

Endlich war es so weit und wir erreichten Bangalore am Abend des 6. Dezembers 2007, um 20.15 Uhr.

Wahrscheinlich zum letzten Mal landeten wir auf dem alten Flughafengelände. Denn am 30. März 2008 wird der neue Flughafen Devanahalli, 37 km nördlich von Bangalore eröffnet.

Wir können nur hoffen, dass bis dahin auch die Umfahrungsstrassen fertig gestellt sind, sonst dürfte es in Sachen Stadtdurchquerung von Bangalore weiterhin chaotisch sein. Zur Zeit braucht es vom Flughafen bis zur Mysore Road, oder umgekehrt, eine bis sogar eineinhalb Stunden entsprechend der Tageszeit.

Das vorbestellte Taxi, respektive der Fahrer stand bereit, bis er jedoch das Fahrzeug aus dem Parkplatz und dem Durcheinander vor dem Flughafengebäude befreit hatte dauerte es eine Viertelstunde.

Um Mitternacht kamen wir in Ganjam an. Das heisst wir brauchten für die rund 150 km, trotz 4-spuriger richtungsgetrennter Fahrbahn 3 Stunden. Kaum zu glauben, dass wir schon dieselbe Strecke, noch auf der alten Strasse in 2 1/2 Stunden schafften. Aber eben erst muss man quer durch Bangalore, und dies heisst Nerven prüfen.

Riesenempfang in Ganjam, Elizabeth, Lakshmi und ihr Mann sowie zwei Schwestern. Aber bitte schwatzt nicht zu viel, wir sind müde und bereits um 00.15 Uhr sind wir im Bett.

Der reinste Albtraum…

Nun am 17. November 2006 am Abend erreichten wir nach einer 4-stündigen Fahrt bei Dunkelheit und anhaltendem Regen unser Ziel in Ganjam. Diese Fahrt vom Flughafen in Bangalore bis hierher war mit europäischen Verhältnissen verglichen der reinste Albtraum. Obwohl die Strasse Bangalore-Mysore nun 4-spurig fertig gestellt ist, brauchten wir für die 150 km bis Ganjam diese Zeit. Dazu muss man wissen, dass man ohne richtig funktionierende Scheibenwischer fast nichts sieht, dass der alte Ambassador nicht zu den schnellsten Autos gehört und sich auf der Strasse nebst Autos auch noch Ochsenkarren, Fussgänger, unbeleuchtete Fahrzeuge und so vieles mehr befindet. Doch waren wir zufrieden, heil und unverletzt angekommen zu sein.

Wir kehren dem halbjährlichen Turnus den Rücken…

Bis an hin reisten wir jeweils im Mai/Juni sowie im November/Dezember nach Indien um vor Ort nach dem Rechten zu sehen, um zu organisieren, mit zu helfen und die Abrechnungen zu machen. Dies ist nun das erste Mal seit 10 Jahren, dass wir diesem halbjährlichen Turnus den Rücken gekehrt haben. Wir können dies absolut verantworten da die Schwester, welche für uns dort tätig ist, sehr gute Arbeit leistet und auch die Nähschule durch deren Leiterin kompetent geführt wird.

Und da wir, wie bereits in früheren Berichten und Mitteilungen vermerkt, keine Patenkinder mehr aufnehmen welche immer von uns selbst ausgesucht wurden ist auch unsere Anwesenheit nicht mehr so oft nötig, obwohl man uns am liebsten das ganze Jahr über dort haben möchte. Die Bitten und Gesuche um Unterstützung von Kindern und Familien, werden von der Schwester untersucht und entschieden. In Zweifelsfällen nimmt sie Rücksprache mit uns sei es per Briefpost oder in dringenden Fällen per E-Mail, welche jedoch nur über eine entfernte Aussenstelle gemacht werden können.

Dass wir bei unseren Reisen nach Indien nun auch anfangen grössere Intervalle zu machen ist auch darin begründet, dass die Reisen immer teurer werden. So gilt es auch hier zu sparen und sich nach günstigen Flugverbindungen umzusehen. Diese Reise vom 23. Januar 2006 führte uns deshalb auch nicht via Bombay nach Bangalore und Ganjam sondern via Colombo in Sri Lanka.

Der Nachteil bestand diesmal jedoch darin, dass wir in Colombo keinen direkten Anschluss hatten und erst am nächsten Tag weiter fliegen konnten.

Und wieder geht’s nach Ganjam in Indien

Am 15. Mai 2005 sind wir der schneebedeckten Bergkuppe des Rigi und den im Tal herrschenden winterlichen Temperaturen entflohen um in wärmere Gegenden zu ziehen. Nicht, dass wir etwa umgezogen sind aber unsere Verpflichtungen in Indien riefen uns.

So aussergewöhnlich kalt es bei uns in der Schweiz war, genau so aussergewöhnlich heiss empfing uns Indien. Die in der Gegend des südlichen Karnataka fallenden Regen vom Februar und März waren ausgeblieben und so gab es tagsüber Temperaturen von 35° – 38° im Schatten und auch in unserem Gebäude stiegen die Temperaturen auf über 30 Grad. Nicht verwunderlich, dass man selbst beim Ausruhen zum Schwitzen kam.

Das Ausruhen beschränkte sich sowieso nur auf die Nachtzeit denn tagsüber werden wir voll gefordert, sei es im Nähcenter, beim Besuchen der Familien, oder als Anlaufstelle für alle möglichen Bitten um Hilfe und Unterstützung. Doch die Nacht gehört uns, denn in dieser ländlichen Gegend gibt es keine Möglichkeit sich am Abend zu vergnügen. Kein Kino, keine Konzerte, kein Fernsehen, nichts als dunkle Nacht und manchmal sogar sehr dunkel, wenn gerade wieder mal der Strom ausfällt. Nach etwas plaudern und manchmal etwas spielen geht es meistens schon zwischen 20 und 21 Uhr ins Bett. Jedoch am Morgen früh um 5 Uhr ist Tagwache und die Luft angenehm frisch. Es bleiben etwa drei Stunden wo man ohne gestört zu werden etwas erledigen kann, doch etwa um 8 Uhr geht der Alltag los.

Und wieder reisen wir nach Südindien…

Am 14. Mai 2004 reisten wir wieder nach Südindien und trafen am nächsten Morgen in Ganjam ein. Es war bereits klar, dass 3 von 4, der im Kloster Ganjam tätigen Schwestern transferiert werden, worunter zu unserem Leidwesen auch Sr. Kathleen sein wird. Sie, die uns während 4 Jahren vor Ort zu unserer vollsten Zufriedenheit betreut, unterstützt und vertreten hat.

In der Zeit zwischen Ende des alten Schuljahres und Anfang des neuen, sind die Schwestern immer etwas in Bewegung. Sie benutzen diese Zeit um ihre Angehörigen wieder einmal zu besuchen oder um sich besuchen zu lassen, Seminare zu besuchen, Ferien zu machen usw.

Es ist manchmal unmöglich eine bestimmte Person zu erreichen um Sachen zu organisieren, und doch ist es wichtig für uns vor dem Beginn des neuen Schuljahres auf dem Platz zu sein. So gilt es dann halt abzuwarten und sich zu gedulden, auch um die neuen Schwestern kennen zu lernen.

Wieder für ein paar Wochen in Ganjam!

Auch dieses Jahr sind wir wieder für ein paar Wochen in Ganjam, wo wir immer mit Freuden erwartet und dementsprechend empfangen werden. Diesmal hatten wir keine so unangenehme Nachricht wie im Mai. Diese hatten wir bereits Mitte Oktober als uns per E-Mail mitgeteilt wurde, dass George der Ehemann von Elizabeth, der Leiterin der Nähschule, unerwartet im Alter von 44 Jahren gestorben sei. Dies war auch der Grund, dass wir wieder zu zweit nach Indien reisten, obwohl Fritz (Uncle) eigentlich diesmal alleine hinreisen wollte, da die Nähschule sehr gut funktioniert. Doch durch den Tod von George, hatte Elizabeth sicher auch die Hilfe von Mayte nötig.