Schlagwort-Archive: Lakshmi

Lakshmi, unsere Haushaltshilfe…

Auch Lakshmi unsere Haushaltshilfe verdient es hier einmal erwähnt zu werden, sie ist eine treue, dankbare Seele und arbeitet bereits seit 12 Jahren für uns. Bei unserer Anwesenheit vor Ort, kommt sie 3-mal wöchentlich vorbei macht unsere Wäsche, putzt und sorgt für Ordnung im Haushalt. Während unserer Abwesenheit ist sie nur sporadisch für den Unterhalt und die Reinigung der Nähschule zuständig.

Ferien im Gefängnis…

Es kamen natürlich noch weitere Leute vorbei, z.B. Jagadish J.S. der in die 7. Klasse geht mit seiner Mutter Lakshmi, die uns um Unterstützung bittet. Wir führen ein längeres Gespräch mit ihnen und sie erzählt eine merkwürdige Geschichte. Ihr Mann sei im Gefängnis für einen Mord, den er nicht begangen hat, zwischendurch erhält er Urlaub und kommt nach Hause zu seiner Familie. Schwester Sunitha, Elizabeth und wir haben noch nie gehört, dass man in Indien, Ferien im Gefängnis bekommt. Somit müssen wir in diesem Fall noch detailliertere Abklärungen treffen und Schwester Sunitha wird dies in die Hand nehmen.

Die neunjährige Fariya, Prima Kumar, Amrutha fragen auch um Unterstützung für die Ausbildung, da es sich ihre Eltern finanziell nicht mehr leisten können ihre Sprösslinge weiter zur Schule zu schicken. Wir entschliessen uns somit gleich Morgen, die betroffenen Familien zuhause zu besuchen.

Heute ist indischer Nationalfeiertag!

Heute ist indischer Nationalfeiertag und damit Schulfrei, aus diesem Grund erwarten wir im Verlauf des Tages einen Ansturm von Kindern…

Wie immer am Morgen bin ich damit beschäftigt den Wassertank auf dem Dach mit Quellwasser nachzufüllen, dazu schalte ich einfach die Pumpe an, setze mich auf die Treppe und warte bis der Tank überläuft. Je nachdem wie viel Wasser wir am Vortag verbraucht haben, dauert es mehr oder weniger lang und somit habe ich etwas Zeit, das rege Treiben zu beobachten. Wie jeden Morgen kommen die Eichhörnchen auf der Mauer entlang gehuscht, heute jedoch sitze ich bereits mit der Kamera im Anschlag.


Pina, Schwester Sunitha und ich gehen ins Dorf und haben vor verschiedene Familien zu besuchen. Es scheint aber fast ein Ding der Unmöglichkeit, denn immer wieder werden wir aufgehalten und mit diversen Sorgen und Problemen des täglichen Lebens konfrontiert.

Z.B. holt uns eine Frau in ihre Hütte und erzählt uns von ihrem Aids kranken Mann und da sie kein Geld haben um die benötigten Medikamente bezahlen zu können. Wir fragen nach dem ärztlichen Befund und den Unterlagen, da es Pina interessiert, wie viel T4 Zellen er hat und wie hoch die Virenbelastung ist. Leider hat der Mann alles verbrannt aus Angst, dass irgendjemand herausfinden könnte an welcher Krankheit er leidet. Wie überall ist leider auch hier, AIDS ein Tabu-Thema. Wir entschliessen uns, ihn am nächsten Montag mitzunehmen um die Angelegenheit mit dem Arzt zu besprechen, da wir sowieso mit andern Patienten nach Mysore fahren müssen.


Im Haus gegenüber besuchen wir Lakshmi und ihre beiden Kinder, Mohan Kumar und Sahanna, welche gemeinsam ihr Einkommen durch die tägliche Produktion von 2000 Räucherstäbchen bestreiten und dafür mit 28 INR, respektive 0.60 CHF entlohnt werden. Sie bittet uns ihren Sohn, Mohan Kumar, der bald in die 1. Klasse muss, zu unterstützen. Wir versichern ihnen, dass wir helfen werden und sie auf uns zählen können.

Nachher besuchen wir Selman und seine Mutter, welche bereits am Vortag bei uns vorbei kamen und um Unterstützung baten. Sein Bruder wurde bereits von uns unterstützt, jedoch mussten wir die Unterstützung aufgeben, weil er immer die Schule schwänzte, keinerlei Interesse zeigte und mittlerweile als Hilfsautomechaniker arbeitet. Selman hingegen möchte unbedingt zur Schule gehen und er hat uns versprochen es nicht seinem Bruder gleich zu tun. Somit sichern wir ihm unsere Unterstützung zu und hoffen, dass er es ernst meint und sein Bestes geben wird.

Weiter geht es zu Yassin, der nicht laufen kann und nur herum kriecht. Mit seinen Füsschen stimmt was nicht, auch reagiert nur schlecht auf akustische und visuelle Reize. Am nächsten Montag nehmen wir ihn gleich mit ins „Chandrakala Spital“ um abzuklären, was die Ursache sein könnte.

Auch die Familien von Ume Kulsum, Fairose Khan und Neha Angum haben wir besucht und sind zum Entschluss gekommen auch sie zu unterstützen.

Ashwini kann sich besonders glücklich schätzen, denn sie durfte den Verwendungszweck des Geldes, welches ihr Patenonkel zusätzlich zur Verfügung gestellt hat, selber entscheiden. Eigentlich wollte sie schon immer einen Hund, aber trotzdem hat sie sich für ein Fahrrad entschieden, welches sie für die Bewältigung des Schulweges gut gebrauchen kann. Ein solches Fahrrad, ohne 15-Gangschaltung und sonstige Extras kostest hier 75.- CHF. Sie und ihr Vater gingen selber in die nächst gelegene Stadt Mysore um das Fahrrad zukaufen und als sie zurückkamen, präsentierte sie es uns ganz stolz.

Wie jeden Tag kommen Verschiedene nach der Schule oder getaner Arbeit bei uns vorbei, sei es um einfach „Hallo“ oder „Danke“ zusagen.

Radha, eine ehemalige Schülerin und nachherige Mitarbeiterin im Nähcenter berichtet uns, dass sie nun eine feste Anstellung als Schneiderin gefunden hat und nun den stolzen Verdienst von monatlich 3350 INR nach Hause bringt.

Chaya, ein ehemaliges Patenkind kommt mit ihrem Verlobungsalbum vorbei und will uns an ihrem Glück teilhaben lassen.

Die 18 jährige Mahalakshmi teilt uns mit, dass sie die Prüfung des 2. PUC leider nicht bestanden hat, sie versichert uns aber, dass sie diese im nächsten Jahr nachholen wird. Zudem erzählt sie uns, dass sie sich vor ein paar Wochen verlobt hat und im Mai heiraten wird.

Bis jetzt haben wir für Prashanth nur die Schulbücher bezahlt, aber da die Familie in einen finanziellen Engpass geraten ist, übernehmen wir jetzt auch zusätzlich die Schulkosten.

Divya, eines unserer Sorgenkinder, welche bereits 2 mal die Prüfung des P.U.C nicht geschafft hat, dann die Krankenschwester-Schule in Mandya aus persönlichen Gründen hingeschmissen hat und jetzt in einer Kleiderfabrik arbeitet, will nicht aufgeben und es nochmals, mit eigenen Mitteln versuchen, ein Ausbildung als Krankenschwester in Mysore zu machen.

Zudem kommen Rajesh, Sneba, Syed Moshin, Tilak, Rakesh Singh, Lakshmi ….. und noch viele andere vorbei um „Hallo“ zu sagen und zu sehen wie es uns geht. Vor allem die Kleinen sind ganz süss, wenn man sieht, wie sie zur Dose mit den Süssigkeiten des „Onkel-Fritz“ hinaufschauen, ob sie wohl auf Schleckereien aus sind?

Ein nützliches Geschenk…

Als ich heute Morgen auf den Thermometer schaute war es 14°C, so kalt hatten wir es in Ganjam noch nie erlebt. Nach dem Frühstück machte ich uns eine feine Tomatensauce, denn zum Mittagessen gibt es Spaghetti.

Schwester Sunitha, Fritz und Pina sind wiederum mit der Buchhaltung beschäftigt, es ist sehr zeitaufwendig, ordnerweise Quittungen von über einem Jahr zu kontrollieren.

Mayte kontrollierte die Schuluniformen nach Grösse, Anzahl und Machart. Je nach Schule brauchen die Kinder verschieden farbige Uniformen, was natürlich die Sache nicht einfacher macht. Es ist zum Teil schon fraglich, das man 3 verschiedene Uniformen benötigt, bislang brauchte man Eine für Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag, am Mittwoch konnten die Kinder normale Kleidung tragen, damit die Mutter die Uniform waschen konnte. Am Samstag musste dann eine weisse Uniform getragen werden. Neu kommt nun die Regelung hinzu, dass man am Mittwoch nicht mehr normale Kleider tragen kann, sondern eine extra Uniform in anderer Farbe, weil viele Kinder zu heruntergekommen in der Schule erschienen sind.

Am Abend nach der Schule besuchten uns noch einige Patenkinder, Anusha, Ashma Banu, Ashwini, Ayesha, Heena Kausar, Jyothi, Kalavathi, Lakshmi, Pooja, Shama, Simran und Tabassum, um uns einfach „Hallo“ zu sagen und uns in Ganjam willkommen zu heissen. Bei dieser Gelegenheit erhalten sie, ein für den Alltag nützliches Geschenk (Dynamo-Taschenlampe) und ein paar Süssigkeiten.

Am Abend machten Pina und ich noch einen kleinen Spaziergang, denn sie musste sich von den vielen Zahlen, mit der sie bei der Kontrolle der Buchhaltung konfrontiert wurde, etwas erholen. Wir erfreuten uns am wunderschönen Sonnenuntergang über den Reisfeldern auf dem Weg zum „Dodda Gosai Ghaat“.

Lakshmi benötigt eine Operation!

DEAR UNCLE HOW ARE YOU ? i hope you have reached safely and was comfortable
this is about LAKSHMI WHO HAS TO UNDER GO AN OPERATION about whom we spoke the doctor told that it would cost 40,000 and another 5,000 for her medicine so what can be done can i pay her the cost the doctor said that no concession can be done since it is a lasser operation.

Natürlich gaben wir sofort unsere Zustimmung, die Kosten zu übernehmen, damit die Operation unverzüglich erfolgen konnte.

Magengeschwür operieren, wir übernehmen die Kosten!

Eine Frau Namens Lakshmi, 30 jährig und unverheiratet kommt wieder wie schon 2008 mit ihrem Anliegen wegen einer Operation eines Magengeschwürs. Letztes Jahr waren die Eltern nicht damit einverstanden doch dieses Jahr sind sie davon überzeugt. (Einverständnis der Eltern mit 30 Jahren, ja soweit sind unsere Kulturen auseinander). Die Schwester wird mit ihr nach dem Neujahr in das K.R. Hospital gehen, mit den behandelnden Ärzten sprechen und wir werden die Kosten für die Operation übernehmen.

Um Mitternacht kamen wir in Ganjam an!

Endlich war es so weit und wir erreichten Bangalore am Abend des 6. Dezembers 2007, um 20.15 Uhr.

Wahrscheinlich zum letzten Mal landeten wir auf dem alten Flughafengelände. Denn am 30. März 2008 wird der neue Flughafen Devanahalli, 37 km nördlich von Bangalore eröffnet.

Wir können nur hoffen, dass bis dahin auch die Umfahrungsstrassen fertig gestellt sind, sonst dürfte es in Sachen Stadtdurchquerung von Bangalore weiterhin chaotisch sein. Zur Zeit braucht es vom Flughafen bis zur Mysore Road, oder umgekehrt, eine bis sogar eineinhalb Stunden entsprechend der Tageszeit.

Das vorbestellte Taxi, respektive der Fahrer stand bereit, bis er jedoch das Fahrzeug aus dem Parkplatz und dem Durcheinander vor dem Flughafengebäude befreit hatte dauerte es eine Viertelstunde.

Um Mitternacht kamen wir in Ganjam an. Das heisst wir brauchten für die rund 150 km, trotz 4-spuriger richtungsgetrennter Fahrbahn 3 Stunden. Kaum zu glauben, dass wir schon dieselbe Strecke, noch auf der alten Strasse in 2 1/2 Stunden schafften. Aber eben erst muss man quer durch Bangalore, und dies heisst Nerven prüfen.

Riesenempfang in Ganjam, Elizabeth, Lakshmi und ihr Mann sowie zwei Schwestern. Aber bitte schwatzt nicht zu viel, wir sind müde und bereits um 00.15 Uhr sind wir im Bett.