Heute geht’s mit den ÖV nach Mysore…

Mayte ist damit beschäftigt im Nähcenter das Lager zu kontrollieren und Inventur zu machen. Wir fahren mit den ÖV in die Stadt um Diverses zu erledigen.

Zuerst geht es zur Bank wo man uns direkt ins Büro des Direktors bittet. Wir werden ganz nett von ihm begrüsst und wie so üblich in Indien und als Zeichen der Gastfreundschaft wird uns ein Chai (Tee) gereicht.

„Andere Länder, andere Sitten“ einfach mal schnell Geld abheben geht hier nicht, das kann Stunden dauern, alles wird akribisch kontrolliert und abgezählt und das mehrmals von mehreren Angestellten, bis uns dann schlussendlich das Geld übergeben wird. Somit ziehen wir mit Geldscheinen gefüllten Rucksack weiter.

Nun geht’s zur Post, wo man uns nur fragend ansieht und sich mehrmals versichert ob wir wirklich 300 Briefmarken kaufen wollen. Als dies geklärt ist, werden wir zu einem anderen Schalter geschickt, wo der Unglaube nicht geringer ist. Nach ca. einer Stunde bekommen wir wider Erwarten die Marken ausgehändigt, mit der Bemerkung, man habe uns extra Farbige ausgesucht und organisiert.

Um euch nicht zu langweilen, alles weitere in Kurzform, d.h. wiederum mit dem Rikscha-Fahrer über den Fahrpreis handeln, diverse Geschäfte suchen, die es seit unserem letzten Besuch nicht mehr gibt, oder einfach Bankrott gingen. Ganz klar, die Krise spürt man auch hier, ein Laden war sogar ausgehöhlt, fast so wie unser Schweizer Bankgeheimnis ;-). Dann haben noch Süssigkeiten für die Kinder gekauft und noch vieles mehr. Gegen 20 Uhr haben wir dann total erschöpft und vollbepackt die Rückreise nach Ganjam angetreten. Eigentlich ein Pappenstiel, den man bei uns locker in ein zwei Stunden erledigt hätte, nur hier dauert so ein Unternehmen eben 12 Stunden.

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